|
|
|
Synonyme:
 |
HGH bzw. hGH (human growth hormone) |
 | GH (growth hormone) |
 | STH (somatotropic hormone) |
 | Somatotropin |
Material:
 |
1 ml Serum |
Norm:
 | Wichtig: Abnahmebedingungen streng einhalten!
Referenzbereich gilt für nüchterne Blutabnahme,
8.00 Uhr morgens
|
Alter
|
Norm
|
|
postpubertär
|
0-8 ng/ml
|
|
präpubertär
|
1-10 ng/ml
|
|
Neugeborene
|
15-40 ng/ml
|
|
Nabelschnurblut
|
10-50 ng/ml
|
Umrechnungsfaktor: ng/ml x 46,5=pmol/l |
Physiologie:
 | Struktur:
 | einkettiges Polypeptid mit 191 Aminosäuren |
 | Molekulargewicht von 22 kD |
|
 | Synthese:
 | über preGH als Präkursor |
 | Synthese und Sekretion von HGH erfolgen bei Expression
des GH-1 Gens (Chromosom 17) in den somatotropen bzw. α-Zellen
des HVL |
 | Sekretion in irregulären, intermittierenden Pulsen (v.a.
mit dem Schlaf assoziiert) |
|
 | Transport im Blut:
 | HGH zirkuliert überwiegend ungebunden |
 | GH-Bindungsprotein →
intravaskuläres Hormonreservoir gleicht pulsatile Hormonsekretion der
Hypophyse aus |
|
 | Plasma- Halbwertszeit
 | 20-50 Minuten |
|
 | Feedback-Mechanismus:

|
 | Funktion:
 | Förderung von Wachstum und Reifung → Längenwachstum nur möglich, solange die Epiphysenfugen offen
sind |
 | Wirkung zum Teil über Somatomedine (insulin-like-growth-factors,
IGF) vermittelt |
 | metabolische Wirkungen:
 | Proteinbiosynthese ↑ |
 | Fettumsatz (proteinsparender Effekt) ↑ |
 | Knochenmineralisation wird gefördert |
 | HGH-Überschuß (Akromegalie) → verminderte
Glukosetoleranz durch Insulinresistenz |
|
|
 | HGH-Rezeptoren:
 | vor allem auf Leberzellen |
 | auch in vielen anderen Geweben nachweisbar |
|
erhöht:
 | Akromegalie, hypophysärer Hochwuchs:
 | nur durch pathologischen Ausfall von Suppressionstests (siehe Wachstumshormon-Funktionstests)
zu
diagnostizieren |
 | Bei HGH-Basalwert <1 ng/ml ist ein HGH-Exzeß
allerdings sehr unwahrscheinlich. |
|
erniedrigt:
 | HVL-Insuffizienz:
 | nur durch pathologischen Ausfall von Stimulationstests (siehe Wachstumshormon-Funktionstests)
zu
diagnostizieren |
 | Bei hochnormalen HGH-Werten der altersentsprechenden Norm
ist ein relevanter HGH-Mangel jedoch kaum anzunehmen. |
|
Klinik:
Diagnosestrategie:
 | HGH-Überschuß
 | Klinik:
 | Kinder:
 | hypophysärer Riesenwuchs |
 | Gigantismus |
|
 | Erwachsene:
 | Akromegalie |
|
|
 | Basisdiagnostik:
 | Screening:
|
 | Diagnosesicherung:
|
|
 | weiterführende Diagnostik:
|
|
 | HGH-Mangel
 | Klinik:
 | Kinder:
 | Wachstumsretardierung |
 | hypophysärer Minderwuchs |
 | Zwergwuchs |
|
 | Erwachsene:
 | metabolische Störungen unterschiedlicher Ausprägung und
Relevanz |
 | Hypophysenvorderlappeninsuffizienz |
|
|
 | Basisdiagnostik:
|
 | weiterführende Diagnostik:
 | HGH-Mangel gilt erst als wirklich bewiesen, wenn 2 der 3
als spezifisch geltenden Stimulationstests pathologisch ausfallen (siehe Wachstumshormon-Funktionstests):
 | GHRH-Stimulationstest |
 | Argininbelastungstest |
 | Insulin-Hypoglykämie-Test |
|
 | Bewertung:
 | ein HGH-Anstieg in den Funktionstests auf ≥
10ng/ml schließt einen HGH-Mangel aus |
 | ein geringer oder fehlender Anstieg
kann auch beim
Gesunden vorkommen |
 | Für die Indikationsstellung zur
Wachstumshormonsubstitution eines HGH-Mangels im Erwachsenenalter (z.B. nach
OP eines HVL-Tumors) wird derzeit der Nachweis eines schweren Mangels
gefordert → HGH stimuliert <3 ng/ml. |
|
|
|
Hinweise:
 | Die Konzentration von Wachstumshormon im Blut kann sich
in Minuten ändern → Eine
Einzelbestimmung ist daher in vielen Fällen wenig aussagekräftig und muß
durch Funktionstests ergänzt werden. |
Siehe auch:
|